{"id":24061,"date":"2023-11-20T23:25:10","date_gmt":"2023-11-20T22:25:10","guid":{"rendered":"https:\/\/staging.denis-katzer.de\/explanation-of-the-great-journey\/"},"modified":"2024-01-15T21:59:25","modified_gmt":"2024-01-15T20:59:25","slug":"explanation-of-the-great-journey","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/denis-katzer.de\/en\/explanation-of-the-great-journey\/","title":{"rendered":"Explanation of the great journey"},"content":{"rendered":"<div class=\"itemFullText\">\n<div class=\"itemFullText\">\n<p>Nach einem l\u00e4ngeren Aufenthalt in Deutschland und einer f\u00fcr uns ewig erscheinenden Vorbereitung soll unsere gro\u00dfe Reise endlich wieder weiter gehen. Bevor ich aber von unseren neuen Erlebnissen berichte m\u00f6chte ich f\u00fcr die Leser die vorher noch nicht von unserem Lebensprojekt geh\u00f6rt haben ein paar Erkl\u00e4rungen abgeben.<\/p>\n<p>30 Jahre wollen wir auf dem Land und Seeweg von Deutschland bis nach S\u00fcdamerika reisen und zwar mit Landes\u00fcblichen Verkehrsmitteln. Wenn Tanja und ich von 30 Jahren sprechen meinen wir damit, dass wir diese Zeit auch unterwegs sein wollen. Wir rechnen also nicht die Zwischenaufenthalte in Deutschland dazu. In den letzten 14 Jahren waren wir oftmals bis zu zwei Jahre am St\u00fcck unterwegs. Sp\u00e4testens dann aber m\u00fcssen wir wieder nach Deutschland zur\u00fcck, um mit Sponsoren, den Medien und vor allem unserer Familie Kontakt aufzunehmen. Wenn wir die sozialen Kontakte, die Finanzierung und alles weitere gekl\u00e4rt haben fliegen wir dorthin zur\u00fcck wo wir unser Lebensprojekt unterbrachen und setzen die Expeditionsreise dann fort. So entsteht im Laufe der Jahrzehnte die l\u00e4ngste dokumentierte Expedition der Geschichte. Durch die wichtigen Zwischenaufenthalte in Deutschland wird die 30 j\u00e4hrige Expedition, die unter dem Namen \u201cDie gro\u00dfe Reise\u201d bekannt wurde, entschieden l\u00e4nger als 30 Jahre dauern und somit die Energie unseres gesamten Lebens beanspruchen.<\/p>\n<p>Gleich hier muss ich erw\u00e4hnen, dass wir heute nicht wissen ob wir unseren Traum, die l\u00e4ngste dokumentierte Expedition der Geschichte, auch verwirklichen k\u00f6nnen. Viele Kriterien spielen da mit hinein. Wichtige Vorraussetzung ist nat\u00fcrlich das Tanja und ich unsere gemeinsamen Interessen bewahren und \u00fcber die Jahrzehnte hinweg beide das gleiche Ziel verfolgen. Wichtig ist auch die Gesundheit die uns nicht im Stich lassen darf. Oder Unf\u00e4lle, \u00dcberf\u00e4lle, Naturkatastrophen oder was es sonst an Unw\u00e4gbarkeiten gibt \u00fcberstehen.\u00a0 Nat\u00fcrlich d\u00fcrfen wir auch nicht die Lust, die Energie, den Willen, die Kraft und unsere Zuversicht verlieren. Ganz nebenbei muss immer die Finanzierung passen wobei die wirtschaftlichen Verh\u00e4ltnisse unseres Landes eine nicht untergeordnete Rolle spielen. Alles im allem wissen wir heuten nicht was uns das Schicksal morgen offeriert. Doch eines wissen wir. Bis heute, also schon seit 14 Jahren, haben wir unsere Lust an der gro\u00dfen Reise, am Entdecken, Forschen und vor allem die Liebe zu den V\u00f6lkern und der Mutter Erde nicht verloren. Ungebremst und vielleicht mehr denn je suchen wir das f\u00fcr uns Unbekannte, um vielleicht jeden Tag mehr und mehr ein Teil zu werden von allem was ist.<\/p>\n<p>H\u00e4ufig werden wir gefragt ob es uns dann schwer f\u00e4llt wieder in unserem Heimatland zu leben. Ehrlich gesagt kommen wir immer wieder gerne nach Hause. Wir mussten feststellen, dass zu lange Abwesenheit zu Verst\u00e4ndigungsproblemen mit unserer eigenen Kultur f\u00fchren. Nicht die Sprache ist es, sondern die ver\u00e4nderte Denkweise. Es ist uns aber ein Anliegen nicht den Kontakt zu unserem Kulturkreis zu verlieren, wollen wir doch Br\u00fccken der gegenseitigen Akzeptanz und Toleranz zwischen fremden V\u00f6lkern und unserem Land bauen.<\/p>\n<p>Seit 1991 sind wir jetzt schon auf unserer gro\u00dfen Reise unterwegs und haben in ca. 260.000 Reisekilometern ohne Fl\u00fcge geradezu unendlich viel erlebt. Einen Auszug daraus beschreiben wir in unserer Webseite. Vor allem \u00fcber unsere letzte Expedition \u201c7.000 Kilometer zu Fu\u00df und mit Kamelen durch Australien\u201d ist unter der Rubrik Tageb\u00fccher ausf\u00fchrlich geschrieben. Mittlerweile besuchen bis zu 12.000 Leser im Monat unsere Seite. Die seit Jahren steigenden Zahlen der Menschen die an unserem Lebensprojekt Interesse zeigen sind auch Gr\u00fcnde f\u00fcr uns weiterzumachen. Vor allem aber f\u00fchlen wir uns durch die Menschen die auf diese Weise mit uns reisen nie alleine.<\/p>\n<p>In den letzten 20 Monaten haben wir uns in Deutschland neu orientieren. Es galt neue Sponsorpartner zu gewinnen, eine Show unserer Red-Earth-Expedition auf die Beine zu stellen, neue Technik zu erwerben, die neue Webseite ins Leben zu rufen, eines unserer B\u00fccher neu aufzulegen, eine Musik CD zu ver\u00f6ffentlichen und neben vielen anderen Dingen die\u00a0<span class=\"caps\">TRANS<\/span>&#8211;<span class=\"caps\">OST<\/span>&#8211;<span class=\"caps\">EXPEDITION<\/span>\u00a0vorzubereiten.<\/p>\n<p>Mit Spannung, Neugier und Erwartung tauschen wir das erste Mal in unserem Leben die uns vertrauten Pferdes\u00e4ttel, Kamels\u00e4ttel oder die Hauda, also den Lastensattel eines Elefanten, mit dem Fahrradsattel. F\u00fcr viele ist das Fahrradfahren nichts Besonderes, doch f\u00fcr uns ist es eine gro\u00dfe Herausforderung. Als Jugendlicher bin ich das letzte Mal Rad gefahren und jetzt wollen wir gleich 20.000 Kilometer auf dem Drahtesel zur\u00fccklegen. Als absolute Quereinsteiger ist das Thema Radfahren f\u00fcr uns etwas v\u00f6llig Neues. Vor allem galt es w\u00e4ren der Vorbereitung alles was wir vorher auf Kamelen geladen hatten in die Satteltaschen der R\u00e4der und einem Radanh\u00e4nger zu verladen. Da wir in Sibirien, vor allem aber in der Mongolei, damit rechnen f\u00fcr Wochen keinen Lebensmittelnachschub zu bekommen, werden wir bis zu 25 Kilogramm Nahrung auf Tanjas Anh\u00e4nger laden. Mein Anh\u00e4nger ist f\u00fcr die n\u00f6tige Technik der Live-Berichterstattung ausgelastet. Mit Batterie, Solarpaddel, Laptop, Satellitentelefon, den wichtigen Kabeln, Speicherchips, CDs und anderen Kleinigkeiten bringt er ca. 40 Kilogramm auf die Waage. Nach dem Wiegen der Satteltaschen und den R\u00e4dern trifft uns fast der Schlag. Mein Fahrrad wiegt mit H\u00e4nger ca. 105 Kilogramm, Tanjas Rad ca. 88 Kilogramm. Also ein ungeheures Gewicht. Jeder Fahrradprofi mit dem wir bisher gesprochen haben schlug die H\u00e4nde \u00fcber dem Kopf zusammen. \u201cMit diesem Gewicht m\u00f6chte ich nicht f\u00fcr viel Geld unterwegs sein\u201d, h\u00f6ren wir \u00f6fter. Oder: \u201cWisst ihr \u00fcberhaupt was ihr da vorhabt? In Russland gibt es oftmals keine Asphaltstra\u00dfen. Eure R\u00e4der werden mit dem Gewicht im Matsch versinken. Ihr werdet schon nach den ersten Tagen alles \u00dcberfl\u00fcssige nach Hause schicken.\u201d \u201cWir haben aber nichts \u00dcberfl\u00fcssiges dabei\u201d, antwortete ich. \u201cIhr werdet schon sehen. Damit kommt ihr nicht den kleinsten Berg hinauf\u201d, warnen uns viele Stimmen. Wenn wir \u00fcber unser Abenteuer berichten wollen haben wir leider keine andere Chance. Die Technik alleine, inklusive Kameras wiegt ca. 40 Kilogramm. Ohne Technik k\u00f6nnen wir unsere Sponsoren nicht befriedigen, keine Diashows halten, keine B\u00fccher schreiben und keine Live-Berichterstattung durchf\u00fchren.<\/p>\n<p>Gerne w\u00fcrden wir nur mit geringem Gewicht reisen. Es w\u00fcrde vieles erleichtern. Auf der anderen Seite aber ist gerade die Dokumentation unserer Abenteuer eine reizvolle Aufgabe und eine echte Herausforderung der wir uns schon seit Jahren stellen. Wir werden sehen wie weit wir mit dem Gewicht kommen und was wir gerade durch diese Form des Reisens erleben werden.<\/p>\n<\/div>\n<h3>Wir freuen uns \u00fcber Kommentare!<\/h3>\n<div class=\"fb-comments fb_iframe_widget fb_iframe_widget_fluid_desktop\" data-href=\"https:\/\/denis-katzer.de\/de\/tagebuecher\/trans-ost-expedition-2005-2009\/item\/878-erklaerung-der-grossen-reise\" data-numposts=\"5\"><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach einem l\u00e4ngeren Aufenthalt in Deutschland und einer f\u00fcr uns ewig erscheinenden Vorbereitung soll unsere gro\u00dfe Reise endlich wieder weiter gehen. Bevor ich aber von unseren neuen Erlebnissen berichte m\u00f6chte ich f\u00fcr die Leser die vorher noch nicht von unserem Lebensprojekt geh\u00f6rt haben ein paar Erkl\u00e4rungen abgeben. 30 Jahre wollen wir auf dem Land und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":5,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[155],"tags":[],"class_list":["post-24061","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-link-to-the-diary-trans-ost-expedition-stage-1"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/denis-katzer.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24061","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/denis-katzer.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/denis-katzer.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/denis-katzer.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/5"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/denis-katzer.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=24061"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/denis-katzer.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24061\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":24064,"href":"https:\/\/denis-katzer.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/24061\/revisions\/24064"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/denis-katzer.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=24061"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/denis-katzer.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=24061"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/denis-katzer.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=24061"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}