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DANKE! Weitere Pläne! Resümee!

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Deutschland/Schwaig — 01.11.2005

An erster Stelle möchten wir uns bei den vielen Lesern unseres Tagesbuches bedanken. Laut der Auswertung haben alleine im Oktober über 15.000 Menschen unsere Webseite besucht. Für mich ist das Schreiben, also die Dokumentation unserer Reise genauso wichtig wie die Reise an sich. Es ist uns wichtig die Augen und Ohren zu sein für viele Menschen die aus welchen Gründen auch immer nicht reisen können, dürfen oder wollen. Oft bin ich kurz vor dem Verzweifeln, glaube nicht mehr die Kraft aufbringen zu können, noch während der Expeditionsreise unsere Erlebnisse festzuhalten. Die Bedingungen sind nicht selten katastrophal. Doch jedes Mal wenn ein neues Update geschafft ist, wenn wir es in den Satellitenhimmel gejagt haben und dann erfahren, dass es auch tatsächlich in unserer Webseite landet fühlen wir uns befreit. Es ist als würde eine schwere Last von den Schultern fallen und gleichzeitig ist es ein Gefühl der Freiheit. Es ist ein Gefühl als wäre Körper, Geist und Seele nun bereit weitere Abenteuer und Erfahrungen aufzunehmen, sie zu inhalieren, um sie dann wieder zu bündeln, zu bündeln um in den Satellitenhimmel geschickt zu werden. Das ist und gehört zu unseren wichtigsten Aufgaben. Doch was bedeutet das Bündeln von Erlebnissen, sie in Buchstaben zu verwandeln wenn es keinen interessiert? Es wäre schlimm für den der sich diese Arbeit aufgebürdet hat. Doch wenn wir alleine im Oktober 15.000 Leser auf unserer Webseite verzeichnen können gibt uns diese Tatsache ungeheuer viel Energie. Mehr als genug um weiter an unserem Lebensprojekt zu arbeiten. Noch mal möchten wir uns an dieser Stelle herzlich für Euer Interesse bedanken und hoffen dass Ihr dabei bleibt. In den nächsten Wochen werden wir die Bilder zu den Geschichten veröffentlichen und eine englische Version ins Netz stellen. Wir freuen uns auf jeden Fall auf ein Wiedersehen auch wenn es oftmals nur das Wissen ist nicht alleine zu sein, das hilft uns nicht selten über die eine oder andere Herausforderung hinweg. DANKE!!!

Weitere Pläne!

Wir haben nun den ersten Teil unserer TRANS-OST-EXPEDITION glücklich und erfolgreich beendet. Obwohl wir diesmal “nur” der Donau gefolgt sind, also kein spektakuläres Reiseziel wie zum Beispiel 7000 Kilometer mit den Kamelen durchs Outback Australiens oder die Durchquerung der Taklamakan oder mit den Pferden durch die Mongolei, war es eine für uns spannende Reise und der Auftakt zu einer außergewöhnlichen Fahrrad ? Pferde – Elefanten ? Expedition die ca. fünf Jahre dauern wird. Die TRANS-OST wird also einen beachtlichen Zeitteil unseres Lebensprojektes der “Großen Reise” der 30 Jährigen Expedition in Anspruch nehmen.

Nach unserer jetzigen Planung werden wir im April 2006 wieder mit dem Zug nach Rumänien fahren, um dort den zweiten Teil der TRANS-OST-EXPEDITION starten. Wir planen von Rumänien in die Ukraine zu radeln, weiter durch Russland und Sibirien. In Sibirien denken wir daran den im Winter zugefrorenen Baikalsee mit den Rädern der Länge nach zu überqueren. Zum jetzigen Zeitpunkt ist es uns nicht möglich den genauen Ablauf festzulegen. Die geplante Reisedauer für die Etappe Zwei beträgt ca. 1 ½ Jahre.

Wie es danach weiter geht liegt noch in ferner Zukunft aber geplant ist eine Pferdeexpedition zu den Tsataan, den Rentiermenschen an der russischen, mongolischen Grenze, mit denen wir einen Winter verbringen möchten. Alles Folgende werden wir in unsere Homepage unter der Rubrik Tagebücher TRANS-OST-EXPEDITION rechtzeitig veröffentlichen. 

Resümee

In den nächsten Tagen versuchen wir erstmal unsere Erlebnisse der letzten Monate zu verdauen. Es war ein fantastischer Trip mit Höhen und Tiefen. Nie hätten wir gedacht das Radfahren so anstrengend sein kann. Viele tausend Kilometer haben wir in den letzten 15 Jahren mit Kamelen, Pferden, Elefanten und zu Fuß zurückgelegt. Jedes mal dachten wir, dass so eine Expeditionsreise an Leistung nicht zu übertreffen sei und jetzt erkunden wir einen weiteren interessanten Teil unserer Mutter Erde mit den Fahrrädern. Wieder haben wir gelernt, dass man alles was man nicht kennt auf keinen Fall bewerten, beurteilen oder noch schlimmer, verurteilen darf. Dachte ich doch tatsächlich Radfahren ist entschieden leichter als Paddeln, Laufen, Elefanten- oder Kamelreiten, oder eine Karawane durch die gefährlichsten Wüsten zu navigieren. Ganz im Gegenteil zollen wir hier an dieser Stelle jeden Langstreckenradler unseren Respekt. Dieser Sport wird zwar von relativ vielen Menschen betrieben ist aber in keiner Weise weniger herausfordernd, bis an die psychischen und physischen Grenzen anstrengend und nötigt manchmal Stündlich alles ab was in einem menschlichen Körper steckt.

Wir hatten mit den einen oder anderen Verletzungen zu kämpfen. Gott sei Dank ist alles gut verlaufen. Tanja konnte die Blessuren ihres Sturzes ohne Folgen auskurieren. Unsere wunden Hintern geraten bereits in Vergessenheit nur der Sehnenansatz meines Knies ist nach wie vor entzündet und mein Rücken wimmert ab und zu. Auf den nächsten 7000 Kilometern bis nach Sibirien müssen wir sehr darauf achten uns keine chronische Verletzung einzufangen. Aber man kann so viel planen wie man will, meist kommt es anders als man denkt und genau darin liegt ein Teil des Reizes, ein Teil des Abenteuers. Wir freuen uns auf jeden Fall weitere Abenteuer erleben zu dürfen, andere Völker, deren Religionen und Länder kennen zu lernen. Wir freuen uns aber auch mehr über uns selbst zu erfahren, auf die interessante Reise in das innere unser Selbst vor allem aber darauf den Boden berühren zu dürfen, ein Teil zu sein von allem was ist und auf hoffentlich viele aufklärende Gespräche mit Mutter Erde.

Tag: 95

Gesamtkilometer:
2987,32 Km

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