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Gespräche mit dem Priester Vater Andrew

Moldawien/Kloster Marta si Maria — 26.07.2007

Nach einer angenehm kühlen Nacht am Klostersee stehen wir um 7:30 Uhr auf. Um acht Uhr sitzen wir bereits an einem reichlich gedeckten Tisch. Wir lassen uns süßen Milchreis, frisches selbstgebackenes Weißbrot, für jeden drei Spiegeleier, sonnengereifte Tomaten, Schafskäse und leckeren Tee aus im Wald gesammelten Blüten schmecken. Genau das Richtige für Radfahrer. Dann werden wir zum Gottesdienst eingeladen. Obwohl wir uns nicht zu den Kirchengängern zählen sind wir sehr interessiert wie die Orthodoxe Kirche Gott huldigt. Eine Nonne führt uns in die gerade im Bau befindliche Kirche. Eine Frau verputzt zu diesem Zeitpunkt den Eingang. Einige Helfer, Jugendliche und Arbeiter wuseln herum und gehen ihren Aufgaben nach. Schwester Domnina, die mit ihren perfekten Englischkenntnissen für uns alles übersetzt, erzählt, das nur jetzt in den Ferien so viel Betrieb herrscht. Jugendliche kommen um hier ihre Ferien zu verbringen. Sie unterstützen tatkräftig den Baumeister namens Atoll, der übrigens der Bruder von Vater Andrew ist, beim errichten der Kirche oder helfen auf dem Klostergelände. Arbeit gibt es ohne Ende. Die Finanzierung der Kirche ist eine gigantische Herausforderung. Vater Andrew ist oft unterwegs um Spendengelder für das Kloster zu organisieren. “Nur mit Gottes Hilfe ist das möglich. Seit drei Jahren baut Atoll an der Kirche. Meist hat er nur zwei weitere Helfer”, erklärt Schwester Domnina. Wir staunen, denn das große Gebäude mit seinen drei bronzenen Kuppeln wirkt auch unverputzt beeindruckend. “Kommt rein. Sucht euch einen Platz”, bittet uns eine Nonne in das Gotteshaus. Die Andacht ist schon in vollem Gange. Wir stellen uns ans Ende des Raumes. Es ist das Untergeschoß der Kirche. Oben, also im Haupthaus, wird noch gebaut. Kühle, mit Weihrauch geschwängerte Luft, zieht durch das Gebetshaus. Nonnen singen in einem Seitentrakt. Ihre Stimmen sind so hell wie Glocken und verzaubern augenblicklich. Selten habe ich so einen friedlichen liebevollen Gesang vernommen. Die Stimmung ist im wahrsten Sinne des Wortes heilig. Augenblicklich treibt es mir die Tränen in die Augen. Ich bin tief berührt. Gläubige knien auf dem Boden und lauschen dem prächtig gekleideten Priester. In seinem Gewand erscheint er noch würdevoller. Seine Augen strahlen und sein Gesicht wirkt friedlich. Der Rituale Ablauf des Gottesdienstes erscheint mir als nicht wissender Beobachter hoch kompliziert. Immer wieder verschwindet der Diener Gottes hinter einer mit Ornamenten verzierten Holzwand. Der Gesang wechselt. Einmal übernimmt der Priester und dann setzen wieder die Nonnen ein. Ein perfektes und ausgeklügeltes Wechselspiel. Dann schreitet Vater Andrew wieder nach vorne. Spricht und singt. Die Glaubensstarken sinken auf die Knie. Andere lassen sich von den Knien noch weiter nach vorne fallen, um ihren Oberkörper mit den Unterarmen am Boden abzustützen. Auf einmal stellen sich alle vor das Podest mit einem goldenen Buch, offensichtlich die Bibel. Die Gottesfürchtigen beugen sich und küssen es. Dann werden sie vom Priester gesegnet. Mit geweihtem Wasser malt er jedem Einzelnen ein Kreuz auf die Stirn, auch uns, denn wir haben uns mit in die Menschen gereiht. Dann bekommt jeder das Blut und Leib Christies gereicht. Ein in Rotwein getränktes großes Stück Weißbrot. Ein anderes Mal können wir beobachten, dass die Gläubigen nach vorne gehen. Der Priester zieht Stück für Stück sein prächtiges Gewand aus. Die Glaubensseligen beugen sich und Vater Andrew legt seine Robe über sie. Das soll den Menschen, die große Furcht verspüren oder sonstige schwerwiegende Probleme im Leben haben, die Angst nehmen und Zuversicht geben. Der Priester rezitiert heilige Texte und legt einen weiteren Teil seiner bestechend schönen Tracht über die Gotteshausbesucher. Aufmerksam stehen wir da und beobachten dieses Ritual. Ein Ritus welches den Gottesgläubigen Kraft für ihren oft schweren Alltag spendet. Die Nonnen singen noch immer mit ihren glasklaren Stimmen.

Der Gottesdienst dauert mindestens drei Stunden. Die gesamte Zeit wird gestanden. Nur Kranke dürfen sitzen. Einige Frauen weinen, andere schauen andächtig. Unaufhörlich wird sich bekreuzigt. Was wohl daran liegt was der Diener Gottes gerade eben predigt. Zu gerne würde ich die Sprache verstehen, zu gerne würde ich wissen was gesprochen wird. Wieder kommt der Priester hinter der mit Ornamenten verzierten Holzwand vor. Er schwingt Weihrauch in einem bronzefarbenen Gefäß, welches an einer Kette hängt, hin und her. Die daran befindlichen Glöckchen klingen im Takt des Schwingens. Meine Augen können sich in dem bunten, üppigen Bethaus kaum satt sehen. Die noch unverputzten Wände werden von heiligen Orthodoxen Bildern geschmückt. Alles ist mit den moldawischen Teppichböden ausgelegt. Hinter uns befindet sich ein Gabentisch auf den die Besucher Geschenke für das Kloster stellen. Es ist nicht viel was die armen Menschen zu geben haben. Brot, eine handvoll Eier, einen selbstgebackenen Hefezopf, eine Flasche Sonnenblumenöl, Bonbons usw. Überall stecken Kerzen im Brot. Der eine Tisch, so hat man uns erzählt, ist zur Andacht der Verstorbenen und der andere, um für sich und die Familie um Gottes Segen zu bitten. Einige Nonnen achten darauf die heruntergebrannten Kerzen aus den Ständern und Leuchtern zu nehmen. Sofort stecken Gläubige neue hinein und entzünden sie. Nach 1 ½ Stunden verlassen wir die Kirche. Es ist für uns anstrengend so lange zu stehen. Auch so mancher fromme Besucher geht zwischendurch mal an die frische Luft, um wenig später der weiteren Predigt zu folgen. Am Sonntag, dem Feiertag, werden alle Besucher des Klosters zum kostenlosen und wie schon erwähnt, sehr schmackhaften Mittagessen eingeladen. Nicht selten über 200 hungrige Gäste sind es oft. So bekommen auch die Ärmsten etwas zu essen. Vor allem Kinder mit großen erwartungsvollen Augen können wir beobachten. Freudig schlagen sie ihre Bäuche voll und lachend verlassen sie den Speisesaal.

Wer kann schon auf Dauer Sahneschnitten essen?Wir setzen uns auf eine Bank vor dem Speisehaus und unterhalten uns recht angeregt mit Schwester Domnina. Sie ist eine sehr sympathische, äußerst zuvorkommende und freundliche 28 Jahre junge Frau. Wir erörtern gerade die philosophische Frage der Höhen und Tiefen des Lebens als Vater Andrew zu uns stößt. Wir geben uns beide Hände, wobei die rechte Hand die des Gegenübers drückt und die Linke oben auf liegt. Ein sehr inniger, liebevoller Handschlag. Dann küssen wir uns links, rechts und wieder links auf die Backe. Vater Andrew strahlt uns an. Wirklich kein Problem diesen Mann gern zu haben, denke ich mir. Ich führe meine Erläuterung über die Höhen und Tiefen fort und meine; “Das Leben ist wie ein Pulsschlag. Es hat Höhen und Tiefen. Es geht Auf und Ab. Bum, bum, bum, macht das Herz, zieht sich zusammen, weitet sich aus, um wieder frisches Blut in die Adern des Körpers zu pumpen. Jeder von uns Menschen muss einen Berg erklimmen, womit ich vielleicht eine große Herausforderung, wie eine Ausbildung meine. Dann, wenn wir es geschafft haben und oben sind, dürfen wir einen fantastischen Rundblick über andere Berge und Täler genießen. Leider können wir da oben nicht für immer bleiben. Wir müssen ja mal wieder runter, benötigen etwas zum Essen, zum Trinken. Vielleicht kann man das Runtergehen auch mit einem Beinbruch vergleichen oder irgendetwas anderes was nicht so läuft wie man es gerade möchte oder geplant hat. Es ist in diesem Augenblick gut zu wissen, dass es wieder bergauf gehen wird. Das das nächste Hoch kommen muss. Das ist für mich wie Mathematik. Das ist eine Tatsache, genauso wie das eins und eins zwei ergibt. Wenn wir uns das einverleiben sind Täler leichter zu ertragen. Und abgesehen davon, wer kann schon unaufhörlich und jahrelang Sahneschnitten essen? Der Zeitpunkt kommt garantiert, das eine einfache Brotkante wie Götterspeise schmeckt”, fahre ich meine Gedanken fort. Schwester Domnina übersetzt meine Geschichte sogleich. Vater Andrew lacht mich an und fordert uns auf ihn in seine privaten Räume zu folgen.

Wir betreten einen einfachen etwa zehn Quadratmeter kleinen Raum. Ein Wandschrank mit Orthodoxen Heiligen und vielen Büchern ruht gegenüber vom Eingang. Zwei Sessel und ein Sofa befinden sich an den beiden anderen Wänden. Tanja und ich dürfen uns auf das Sofa setzen während Vater Andrew und Schwester Domnina auf den Sesseln Platz nehmen. Kaum haben wir es uns bequem gemacht setzen wir unsere Gespräche fort. Wir erfahren mehr über Vater Andrews Leben, über die Gründung des Kloster und die enormen Herausforderungen der Finanzierung aber auch über den bisher sehr positiven Verlauf. “Man wollte nicht dass hier ein Kloster entsteht. Wir hatten viele Feinde. Eigentlich sollte ein Restaurant an der Straße nach Transnistrien gebaut werden. Das war das Interesse einiger Geschäftsleute. Keiner hatte daran geglaubt, dass wir es schaffen aus dem Nichts so einen schönen Ort des Friedens zu errichten. Mit Liebe und Gottes Hilfe haben wir es dennoch vollbracht. Heute kommen unsere ehemaligen Gegner hierher um zu beten. Sie sind Freunde des Klosters geworden”, endet er die kurze Erklärung.

“Tanja und ich glauben eine weltweite Änderung zu verspüren. Es gibt nach unserer Ansicht immer mehr Menschen die über ihr Leben und die irdischen und wirtschaftlichen Zusammenhänge nachdenken. Immer mehr Menschen lesen spirituelle Bücher und haben das verlangen nach sauberer Nahrung und einer sauberen Umwelt. Viele sind auch bereit dafür etwas zu tun. Ich denke, das rührt daher, das wir ständige irgendwelche Lebensmittelskandale haben die letztendlich die Bevölkerung wach rüttelt. Auch die Erderwärmung ist nicht mehr zu verleugnen. Es tun sich Menschen zusammen die Hilfsorganisationen gründen. Die als Ärzte in die strukturschwachen Länder ziehen, um zu helfen. Die Spendenaktionen organisieren, Bäume pflanzen, Tiere schützen usw. Ohne Zweifel tut sich da entschieden mehr als früher und ich glaube die Menschheit hat eine Chance ihre Sünden der Vergangenheit auszubügeln und zu überleben”, erzähle ich. Als Schwester Domnina übersetzt kullern dem Priester ein paar Tränen über die Wangen. “Er ist emotional berührt”, übersetzt Domnina auch diese Gefühlsregung des Priesters.

Dann unterhalten wir uns über Reichtum, Glück und Unglück. Darüber das viele wohlhabende Menschen trotz ihres Geldes unglücklich sind. Das sie immer mehr haben müssen und glauben damit dann endlich Zufriedenheit und Glück zu erlangen. “Eine Teufelsspirale die den Menschen nicht selten krank werden lässt”, antworte ich.

Vater Andrews Geschichte über Glück, Liebe und Freundschaft“Vater Andrew möchte euch dazu eine Geschichte erzählen”, sagt Schwester Domnina. “Gerne”, antworten wir und lauschen. “Es war einmal ein reicher Scheich. Er hatte soviel Geld das er sich alles kaufen konnte was er wollte. Ihm blieb kein Wunsch verwehrt. Er hatte viele Frauen. Eine hübscher als die andere. Er besaß viele Paläste. Einer schöner und größer als der andere. Er aß nur die besten Speisen und gewann mit seinen Armeen jeden Krieg. Eines Tages beichtete er seinem treuesten Diener wie unglücklich er sich fühlte. “Warum bist du unglücklich Scheich? Du hast soviel Geld wie kein anderer. Dich wärmen die hübschesten Frauen des Landes. Du labst dich an den edelsten Speisen. Besitzt so viele Paläste, dass du ein Jahr benötigst, um jedem einen kurzen Besuch abzustatten. Du gewinnst alle Kriege und aus den Schatztruhen quillt goldener Schmuck besetzt mit den seltensten Edelsteinen. Mein Herr? Warum bist du unglücklich? Du hast keinen Grund dazu.” “Ich weiß auch nicht. Ich habe noch nie in meinem Leben Glück verspürt. Ich kenne kein Glücksgefühl. Liebe ist mir völlig unbekannt. Ich bin ein sehr unglücklicher Mann”, sagte der Herrscher völlig geknickt. Der Diener überlegte eine Weile wie er seinen Herren helfen könne. Dann sagte er laut; “Ich kenne einen heiligen Mann. Der kann dir helfen. Er lebt in einer Wüste. Wir sollten ihn besuchen, müssen aber weit wandern, um sein Haus zu erreichen.” “Gut, lass uns zu den heiligen Mann besuchen gehen. Veranlasse das Beladen meiner drei besten Kamele. Wir brechen gleich morgen auf”, befahl der Scheich seinem Diener.

Noch vor Sonnenaufgang verließen der Scheich und sein Diener den Palast. Sie ritten in Richtung Süden, genau in die große Wüste. Sie waren schon zwei Wochen unterwegs als ihre Wasservorräte knapp wurden. Der treue Diener gab sogar sein eigenes Wasser an seinen Herren. Als der Durst des Dieners so groß wurde, dass er kaum noch gehen konnte, befahl der Scheich seinem Diener ein Kamel zu töten. Der Diener führte den Befehl aus und trank das Blut des Tieres. Jedoch schon wenige Tage später musste er auch dem zweiten Tier die Kehle aufschneiden, um auch dessen Blut zu trinken. Noch immer befriedigte der Scheich seinen Durst mit dem Wasser seines Untertans. Seine eigenen Rationen waren schon lange verbraucht. Als sie dann das dritte Kamel töten mussten war der Diener nicht mehr in der Lage zu gehen. Er lag im Sterben. Der Scheich kniete neben seinem treuen Untertan. Er überlegte sich das er ohne ihn nicht lebend die Wüste verlassen wird. “Nur mit der Hilfe des Dieners habe ich eine Chance hier raus zukommen”, flüsterte er. Er betrachtete sich das Gesicht des alten Mannes. Plötzlich kamen ihm die Erinnerungen hoch wie es war als er noch ein Kind war. In der Erinnerung sah er seinen treuen Diener als einen jungen starken Mann der sich bald jede Minute um ihn gekümmert hat. Er erinnerte sich das der Diener sein Lehrer, Erzieher und Berater war. Was sollte er ohne diesen Mann tun? “Er ist nicht nur mein Diener sondern auch mein Freund”, flüsterte er verwundert darüber, dass ihm erst jetzt diese Erkenntnis bewusst wurde. Plötzlich fühlte er sich schuldig, denn er hatte sich kein einziges Mal bei seinem Freund für die ihm entgegengebrachte Liebe und Aufopferung bedankt. Kein einziges Mal! Und jetzt lag er vor ihm und starb. Er weinte bitterlich. Raufte sich die Haare und bat Gott darum an Stelle des Freundes sterben zu dürfen. Er nahm seine letzte Flasche Wasser und setzte sie dem Freund an die Lippen. Er wischte ihm die Augen und das Gesicht und betete dafür nur noch ein einziges Mal in die immer freundlichen und liebevollen Augen blicken zu dürfen. Er leerte den gesamten Inhalt seiner Flasche in den Mund des alten Mannes bis dieser auf einmal zu Schlucken begann und die Augen aufschlug. Der Scheich konnte im ersten Augenblick nicht glauben was er sah. Als er begriff, begann er zu lachen. Lachte immer lauter, sprang auf und tanzte vor Glück. Er warf sich wieder in den Sand, um seinen Diener zu herzen und zu drücken. Ihn liefen die Tränen des Glücks über die Wangen und er wusste, dass dies der schönste, freudigste und glücklichste Moment seines Lebens war. “Was hast du denn? Warum sehe ich dich so glücklich?”, fragte der Diener. “Weil du lebst. Weil ich mich jetzt bei dir für all die Jahre bedanken kann. Danke für deine lebenslange Aufopferung. Danke, dass du lebst und ich noch mal in deine liebevollen warmherzigen Augen sehen darf”, sagte der Scheich. Plötzlich zogen Wolken auf. Die Pforten des Himmels öffneten sich und es regnete für viele Stunden. Es regnete soviel, das sie genug Wasser besaßen um weiter zu reisen. “Ich möchte nicht mehr weitereisen. Ich brauche nicht den heiligen Mann aufsuchen. Lass uns umkehren, denn ich habe gefunden wonach ich mich ein ganzes Leben gesehnt habe”, sagte der Scheich und sie zogen Nachhause. In seinem Palast angekommen begann er sofort seinen Reichtum auf die Armen zu verteilen. Er hatte erkannt. Im Geben liegt mehr Glück und Lebenserfüllung als im Nehmen.”

Nach einer Minute des Schweigens wische ich mir jetzt ein paar Tränen aus den Augen. “Eine sehr schöne Geschichte”, flüstere ich. Vater Andrew nickt. “Ja, sie ist stellvertretend für viele Menschen unserer heutigen Zeit”, antwortet Vater Andrew.

Es ist bereits später Nachmittag als wir Vater Andrews Zimmer verlassen. Sofort werden wir von Schwester Domnina in den Speisesaal geführt. Die Nonnen haben für uns das Essen extra warm gehalten und beginnen sofort damit uns den Tisch zu decken. Es gibt Gemüsesuppe, Schafskäse, Tomaten, leckeres süße Gebäck, Honigmelonen, eine Karaffe voll Wein, und eine Karaffe voll Kirschsaft. Wieder speisen wir bis sich unsere Mägen blähen. Dann gehen wir an den Klostersee um die Ruhe und den Schatten unter den großen erwürdigen Eichenbäumen zu genießen. Abends beziehen wir heute unsere Zimmer. Es ist 1:30 Uhr als ich mich noch immer im Schweiß gebadet hin und her wälze. Ich schnappe mir meine Taschenlampe und schleiche mich durch die stockfinstere Klosteranlage zum See zurück. Durch die vielen Eichen und das Wasser ist es hier regelrecht frisch. Ein paar Grillen zirpen. Ab und an schnellt ein Fisch aus dem Wasser und im nahen Gebüsch raschelt es manchmal. Wäre ich nicht auf dem Klostergelände könnte man sich etwas fürchten. Es dauert nicht lange und ich falle in einen tiefen, seligen Schlaf.

Tag: 117

Sonnenaufgang:
05:33 Uhr

Sonnenuntergang:
20:44 Uhr

Gesamtkilometer:
3930.04 Km

Temperatur - Tag (Maximum):
35 °C

Breitengrad:
46°43'59.9''

Längengrad:
029°27'37.1''

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