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Ein wunderschöner Tag an der Fischerhütte

Rumänien/Fischerhütte — 12.06.2007

“Uahh!”, gähne ich und strecke mich wohlig. “Hast du auch so gut geschlafen Schnecke?”, fragt mich Tanja leise. “Fantastisch Schneckdieschneck”, antworte ich in mich hinein lachend, denn seit einiger Zeit hat sich Tanja wieder einen neuen Kosenamen für mich einfallen lassen. Sie ist mit den Namen für mich richtig gut und erfindungsreich. Hase, Schnupsi, Wackerle, Knöder und Dicker-Bär sind nur einige der bald unzähligen Bezeichnungen. Ich sehe es immer von der spaßigen Seite und bin fast nie beleidigt da sie es ja absolut gut meint. Manchmal allerdings erhebe ich Einspruch. Als sie mich schnöder Knöder genannt hat fand ich das gar nicht lustig. Klingt irgendwie schräg. “Was soll denn schnöder Knöder heißen?”, habe ich gefragt. “Keine Ahnung. Ist mir eben so eingefallen”, antwortete sie. Nun, wir haben uns darauf geeinigt, dass ich kein schnöder Knöder bin. Mit Schnecke kann ich ganz gut arbeiten. Ist ja auch keine Anspielung auf meine Geschwindigkeit, sondern einfach nur Schnecke. Eine Schnecke hat immer ihr eigenes Haus dabei, lässt sich nicht aus der Ruhe bringen und frisst gerne Salat. Da ich selbst auch die eine oder andere Eigenschaft mit diesem Weichtier teile finde ich Schnecke durchaus in Ordnung.

Als sich die ersten Sonnenstrahlen auf die Terrasse schleichen und unsere Stoffbehausung aufheizen verlassen wir unser Zelt und bauen es zusammen. “Schau mal. Ist das da drüben am anderen Ufer Dan? Oder klaut da einer Fische aus dem See?”, fragt Tanja. “Sieht aus wie Dan. Ich denke er möchte uns beweisen, dass es in seinem See Fische gibt die seine Köder fressen”, antworte ich lachend.

Heute wollen wir den wunderschönen Ort verlassen und weiter in Richtung Schwarzen Meer radeln. Wir verladen alles auf die Räder, stärken uns mit einem Rapunzel-Müsli und warten auf Dan und Andrei. Sie haben uns gestern versprochen vor unserer Weiterfahrt kurz vorbeizuschauen. Um 10:00 Uhr kommen Dan und seine Frau Okctavia. Mit Zeichensprache und etwas Englisch fragen sie ob wir nicht zum Essen bleiben wollen. “Ich habe Fische gefangen”, meint Dan mit einem verschmitzten Lächeln und zeigt uns drei fette Karpfen. Tanja und ich sehen uns fragend an. Eigentlich sollten wir nun wirklich etwas Strecke machen. Wir sind nun schon seit neun Tagen in Rumänien und haben gerade mal 27,57 Kilometer zurückgelegt. Wenn wir das als Durchschnitt umrechnen würden schaffen wir nicht mal 100 Kilometer im Monat. Da es bis zum Ural je nach Umwegen ca. 7000 Km sind würden wir alleine für diese Etappe knappe sechs Jahre benötigen. “Hm, was meinst Du?”, frage ich Tanja. “Keine Ahnung. Du entscheidest”, höre ich.

Erklärung für die Gespräche mit Mutter Erde

Ich spüre in mich hinein und weiß nicht was wir tun sollen. “Worauf kommt es bei unserer Reise an?”, frage ich leise. “Du weißt worauf es ankommt”, glaube ich die Stimme der Mutter Erde flüstern zu hören. Als Erklärung muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass ich in den letzten Jahren viel mit Mutter Erde kommunizierte. Angefangen hat es in Australien während unseres 7000 Kilometermarsches von Süd nach Nord und von der Westküste bis zur Ostküste des Kontinentes. Über vier Jahre haben wir in Down Under gelebt und mit unseren sieben Kamelen das Unmögliche geschafft, nämlich zu Fuß das menschenfeindliche Outback durchquert. Manchmal hatte ich mich aus Verzweiflung über die eine oder andere Naturkatastrophe, die einen oder anderen kaum zu begreifenden Ereignisse auf eine Düne gesetzt und mit Gott und der Wüste gehadert. Nach über einem Jahr Fußmarsch bekam ich auf meine Fragen die ersten glasklaren Antworten. Ich war überrascht, dachte im ersten Moment etwas zu viel Sonne und Einsamkeit erwischt zu haben. Dachte mein Gehirn ist überlastet und spielt mir einen Streich. Ehrlich gesagt hatte ich sogar etwas Angst davor ich sei durchgedreht. Doch nach einiger Zeit wurde mir klar, dass genau das Gegenteil eingetreten ist und ich auf meine Fragen immer fantastische Antworten bekam. Keine Ahnung ob die Antworten in meinem Unterbewusstsein schlummerten oder ob sie tatsächlich von der Wüste oder Mutter Erde kamen. Letztendlich habe ich eine wunderbare funktionierende Kommunikation geführt die ich als Gespräche mit Mutter Erde beschrieb. Tanja und ich hatten uns dann nach einiger Zeit entschieden diese Tatsache nicht mehr zu verschweigen, sondern darüber zu schreiben. Ehrlich gesagt etwas gewagt, könnte der Leser ja meinen; “Aha, jetzt hat es die Beiden wirklich erwischt.” Doch in der Wüste ist man solchen Dingen gegenüber mutig. Deutschland und die westliche Zivilisation ist ja weit weg und man hat als Wüstenwanderer damit kaum etwas zu tun. Deshalb also habe ich darüber geschrieben und siehe da unsere Leser begrüßten diese Gespräche mit Wohlwollen und keiner, zumindest soweit wir es wissen, hat uns für verrückt erklärt. Nun, das ist zumindest die Erklärung für die Gespräche.

Während unserer Deutschlandaufenthalte verstummt die Stimme regelmäßig. Vielleicht liegt es dort an der vielen Arbeit. Vielleicht liegt es daran, dass ich in Deutschland meinen Kopf nicht so frei halten kann wie es auf Reisen zwangsläufig geschieht. Keine Ahnung woran es liegt. Ist auch egal. Hauptsache diese Gespräche finden statt. Nur ist es aber auch so, dass sie nicht erzwingbar sind. Sie kommen oder eben nicht. Ob sie auf dieser Reise wieder stattfinden bleibt abzuwarten. Anfänglich muss ich erst die richtige Stimmung in mir aufbauen. Womit ich meine, dass es eine Weile benötigt bis ich aus unseren Kulturkreis trete, um für die andere, die neue Welt offen werde. Nach meinen Erfahrungen dauert so etwas bis zu drei Monate. Jedoch, im Laufe der vielen Reisejahre geschieht es immer schneller. Es fühlt sich in mir so an als würde sich ein Schalter umlegen und die Zeit in Deutschland ist ausgeblendet. Womit ich meine, dass es nach wenigen Reisetagen schon wieder einen direkten Anschluss an die letzte Etappe gibt. So als hätten wir unsere Reise nie unterbrochen. Eigentlich fühlt es sich wie eine Zeitreise an. Eine Zeitreise in der man den Vorwertesgang und Rückwertsgang selber einlegt. Deshalb glaube ich, dass es eine Art Zeitreise wirklich gibt. Ich beginne zu glauben, dass die Zeitreise in uns, also im Inneren eines Menschen möglich ist. Eine Zeitreise in Gedanken, Gefühlen, Empfindungen. Nun, man könnte glauben, dass in diesem Zusammenhang Gedanken, Gefühle und Empfindungen nicht real sind. Jedoch bin ich da anderer Ansicht. Ganzheitlich gesehen ist alles real also wirklich. Wenn das so ist ist eine Zeitreise wie ich sie glaube zu erleben auch real. Zumindest für mich und das ist für mich die Tatsache.

Wau, jetzt bin ich aber abgeschweift. Wollte ich doch etwas über meine Gespräche mit Mutter Erde berichten. Aber so ist es eben. Alles hängt zusammen. Nichts steht für sich alleine. Wenn wir Menschen das verstehen dann würden wir auch nicht mehr unseren Planeten verschmutzen. So zum Beispiel wie hier in Rumänien überall die Plastikflaschen herumliegen oder an allen Ecken und Enden verbrannt werden. Jetzt aber wirklich Schluss mit meinen Abschweifungen. Komme ich doch glatt vom Hundertste ins Tausendste.

“Worauf kommt es bei unserer Reise an?”, frage ich mich also. “Du weißt worauf es ankommt”, glaube ich die Stimme der Mutter Erde flüstern zu hören. “Und, worauf kommt es an?”, frage ich wieder. “Darauf das du die Geschehnisse fließen lässt. Das du zulässt und erkennst. Das du begreifst wie unwichtig es ist viele Kilometer zurückzulegen, sondern wie wichtig es ist Erfahrungen und Begegnungen zu sammeln. Das du begreifst das alles zum richtigen Zeitpunkt geschieht und du nicht versuchst Geschehnisse zu lenken und zu stark zu beeinflussen.” “Hm, stimmt. Das weiß ich.” “Warum fragst du dann immer wieder?” “Weil ich mir unsicher bin.” “Hör auf dein Gefühl. Dein Gefühl gibt dir grundsätzlich die richtige Antwort. Es nimmt dir deine Unsicherheit. Umso mehr du auf dein Gefühl, deine Intuition achtest, umso sicherer wirst du, umso klarer und schneller kannst du die für dich richtige Entscheidung treffen. Übe einfach. Habe vertrauen in dich selbst. Glaube an dich und du wirst sehen wie leicht dir in Zukunft die richtige Entscheidung fällt”, vernehme ich es ganz deutlich.

“Wir bleiben zum Mittagessen. Wir können ja heute Nachmittag noch ein paar Kilometer radeln”, blubbern die Worte aus meinem Mund. “Ist eine gute Entscheidung. Ich dachte das Selbe”, antwortet Tanja.

Während Dan wieder mit dem Auto davon fährt, um die Grillutensilien zu holen, bleibt Okctavia bei uns. Da sie kein Englisch spricht ist die Verständigung etwas schwierig. Trotzdem führen wir so eine Art Unterhaltung. “Soll ich dir ein wenig Prananadi (Art Reiki) geben”, glauben wir zu verstehen. Da wir sowieso auf Dan warten müssen und ich neugierig bin was genau Prananadi ist, sage ich ja. Ich lege mich also auf das alte Sofa in der kleinen Fischerhütte und warte wie Oktavias Prananadi auf mich wirkt. Eine Stunde hält sie die Hände über die verschiedensten Körperstellen. Am Ende ist mir es ganz schwindelig aber nicht unangenehm zu mute. “Es wird dir Energie und Heilung geben”, meint Octavia. Ich bedanke mich bei ihr und als Dan und sein Sohn Andrei wieder erscheinen beginnen die Grillvorbereitungen. Octavia zerlegt umgehend die drei Karpfen in ihre Einzelteile, während Dan und Andrei den Grill anschmeißen. Es dauert eine weitere Stunde bis die Glut nicht mehr so heiß ist und Octavia grünes Licht gibt den Fisch auf den Rost zu legen.

Um vielleicht 14.00 Uhr sitzen wir dann auf der kleinen Terrasse und lassen uns Dans frisch gefangenen Karpfen schmecken. Mit einer Knoblauchsoße, frischen Schafskäse aus dem Dorf, Weißbrot und zur Feier des Tages ein paar Flaschen Bier bekommen wir ein ausgezeichnetes Mahl. Um 15:00 Uhr sind wir satt und hundemüde. “Ich glaube wir brechen erst morgen auf”, sage ich zu Tanja die meine Entscheidung nickend bestätigt.

Dann gehen wir alle zusammen auf den Bootssteg und lassen unsere Füße in das kühlende Nass baumeln. Fische zupfen daran und kitzeln uns an den Fußsohlen. Die Stimmung ist heiter und zur allgemeinen Freude packt Tanja eine unserer kostbaren Rapunzelschokoladen aus. Dann kommt Dan und Andrei auf die Idee das Wehr am Ende des Sees abzudichten. Ich folge ihnen und beobachte sie bei der Arbeit. Ohne Zweifel befindet sich dieser Ort in einem anderen Jahrhundert. Pferdekarren rattern vorbei, Dorfkinder spielen am Ufer und posieren vergnügt vor meiner Kamera. “Warum erhöht ihr das Wehr?”, frage ich Andrei. “Weil sonst das Wasser in den anschließenden See abfließt und unsere Fische am Ende im Trockenen zappeln würden. Schau, unsere Nachbarn machen nichts an ihrem See. Er vertrocknet mehr und mehr. Er gehört der Gemeinde und keiner fühlt sich dafür verantwortlich. Dem Bürgermeister ist es ebenfalls egal. Der hat ja nichts davon wenn er den See pflegen würde”, erklärt er mir. In der Tat bemerke ich große Müllberge die sich in das Wasser erstrecken. Angler holen ihren wahrscheinlich verseuchten Fisch aus dem Tümpel.

Nach der erfolgreichen Reparaturarbeit unserer beiden Gastgeber gehe ich mit ihnen zur Fischerhütte zurück. Starker Wind wirbelt Staub in die Luft. Kleine Wellen auf dem Wasser schäumen ihre Spitzen. Eine Schafherde grast auf der Weide. Fischreiher bedienen sich mit frischem Fisch aus Dans See. “Sie sollen sich holen was sie brauchen. Früher habe ich noch gejagt aber heute liebe ich alle Tiere”, antwortet er mir auf die Frage ob es ihm nichts ausmache wenn die Reiher sich an seinen Fischen ergötzen.

Am Abend verabschiedet sich die überaus freundliche und liebenswerte Familie wieder von uns. Auf dem Weg zum Auto meint Andrei noch: “Also, wie ihr wisst gibt es in dieser Gegend viele schlechte Menschen. Wenn ihr nachts bemerken sollte, dass sich jemand am Ufer herumschleicht, hat er nichts Gutes im Sinn. Geht auf keinen Fall zu ihnen. Das könnte ungut enden. Besser ist du haust ihm gleich eine rein”, empfiehlt er. Um seine Aussage zu bekräftigen fuchtelt er mit der Axt, mit der er am Wehr gearbeitet hatte, in der Luft herum. Tanja und mir wird es bei seiner Warnung recht unwohl. Sicherlich hat es Andrei gut gemeint, doch ist es manchmal vielleicht besser nicht zu wissen was um einen herum geschieht.

Nächtliche Besucher

“Meinst du heute kommt jemand vorbei?”, fragt mich Tanja als wir später in unserem Zelt liegen und auf jedes kleine Geräusch achten. “Wer weiß, glaube aber nicht”, versuche ich sie zu beruhigen. Wenig später höre ich sie tief atmen, was mir verrät das Tanja schläft. “Hm, sieht hat offensichtlich keine Angst mehr”, geht es mir durch den Kopf. Im Gegensatz zu ihr liege ich hellwach da und lausche auf einen vermeintlichen Angreifer. Hunde bellen in der Entfernung. Ab und zu höre ich ein Auto. Manchmal streift ein Lichtkegel über unsere Terrasse was mich sofort hochschrecken lässt. Ich versuche mich zu beruhigen, allerdings ohne Erfolg. Dann, nach ca. zwei Stunden, dusele ich endlich in einen leichten Schlaf. Doch plötzlich reißt mich das näher kommende Geräusch eines Automotors aus meinem Traum. “Kommt es wirklich näher?”, frage ich mich. Ja, ohne Zweifel. Es kommt näher. Ist zu früh um Tanja zu wecken. Vielleicht fährt es ja vorbei. Doch wenn nicht? Wer könnte denn nachts um 24:00 Uhr etwas von uns wollen? Ob es Jugendliche aus dem Dorf sind die von uns gehört haben? Zweifelsohne weiß in dieser Gegend jeder bescheid das da seit Tagen zwei deutsche Radfahrer in der Fischerhütte hausen. Was die wohl von uns wollen? Ob sie betrunken sind? Oh nein, der Motor stoppt direkt hinter unserer Hütte. Plötzlich vernehme ich Fußtritte die sich nähern. Mittlerweile ist Tanja auch wach. “Wer ist das?”, fragt sie flüsternd. “Keine Ahnung”, antworte ich, richte mich auf, greife zum Reizgas neben mir und halte es für den Fall der Fälle in meiner verkrampften Faust. Mein Herz schlägt mir bis zum Hals. Tanja kauert ebenfalls mit Reizgas bewaffnet neben mir. “Warum schlagen unsere Hunde nicht an?”, flüstert Tanja. Ich antworte nicht. In meiner Vorstellung sehe ich die armen Tiere erschlagen vor der Hütte liegen. Die Schritte nähern sich und auf einmal sehen wir durch das Moskitonetz des Zelteingangs die dazugehörigen Beine. Mein Körper spannt sich, ist fertig um bei Bedarf explosionsartig aus dem Zelt zu springen. “Hallo!?” ruft eine Stimme. Wir stellen uns schlafend. Bleiben einfach stumm. “Hallo!?” ruft es lauter. Der Griff an der Tür zur Fischerhütte wird knarrend nach unten gedrückt. Endlos kommt uns dieser schreckliche Augenblick vor. “Denis?”, höre ich die Stimme jetzt völlig überrascht. Welcher Dieb dieser Gegend soll denn meine Namen kennen? “Andrei?”, frage ich verhalten. “Ja? Schlaft ihr schon? Meine Mam und ich bringen euch etwas zum Essen. Sie hat die halbe Nacht für euch gekocht”, sagt er. Steine poltern regelrecht von unseren Herzen. Erleichtert und bald amüsiert springen wir aus dem Zelt. “Mann, und wir dachten ihr seid die von dir angekündigten Diebe. Ihr habt uns vielleicht erschreckt”, sage ich prustend und lachend. “Tut mir leid aber da schaut was wir für euch haben”, antwortet er und bereitet seine kulinarischen Schätze vor uns aus. Es gibt Kuchen, Käse und frittierte Händelkeulen. “Wollt ihr gleich was davon essen? Habt ihr Hunger?” “Nein danke aber wir nehmen es morgen sehr gerne als Reiseverpflegung mit”, freut sich Tanja. Es dauert nur wenige Minuten und Octavia und Andrei sind wieder in der Nacht verschwunden. Mit klopfenden Herzen legen wir uns wieder hin. “Wau, noch ein bisschen länger und ich hätte Andrei wirklich angesprungen”, sage ich scherzend. “Ja, habe auch einen furchtbaren Schrecken bekommen”, meint Tanja, worauf wir herzhaft und befreit lachen.

Tanja schreibt:

An diesem Abend gehe ich wirklich mit einem sehr seltsamen Gefühl zu Bett. Erstens habe ich mir schon seit einiger Zeit vorgenommen meine Umwelt nicht mehr mit meiner Angst zu verpesten. Zweitens wird mir mal wieder klar wie stark das Wort ist. Hatten wir doch einen traumhaften, wunderschönen Tag an welchem sich eine Atmosphäre voller Glück und Lebensfreude aufbaute. Kann ich als Mensch meine dämliche Angst abstellen. Kann ich mich somit in die angenehme, schöne Atmosphäre des vergangenen Tages hüllen und dieses schöne Gefühl mit in die Traumwelt nehmen. Stattdessen lege ich mich kurzfristig mit dem Gedanken hin, es kann ja heute Nacht ein Bösewicht kommen. So beschließe ich wieder zu Plan A überzugehen und aufzuhören von Dingen, Situationen und Vorstellungen Angst zu haben, die nur in meinem Kopf stattfinden. Was die Kraft des Wortes angeht, so hätte es ja auch sein können, dass Andrei sagt; “Hier kommt keiner her, hier könnt ihr gut schlafen und wacht morgen früh erholt auf.” Somit sage ich mir selbst ein paar schöne Sätze in dieser Richtung und schlafe ein.

Tag: 73

Sonnenaufgang:
05:27 Uhr

Sonnenuntergang:
20:56 Uhr

Gesamtkilometer:
3075,17 Km

Temperatur - Tag (Maximum):
33 °C

Temperatur - Nacht:
13,8 °C

Breitengrad:
44°29'36,7''

Längengrad:
026°39'01,9''

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