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Vorbereitungen gehen dem Ende entgegen

Babbler Bore-Camp — 16.06.2002 - 18.06.2002

Trotz des Todes von Max gehen die Vorbereitungsarbeiten ohne Unterbrechung weiter. Jeden Tag arbeiten wir zielstrebig. Durch die vielen hundert Knoten mit denen ich die Sattelrahmen zusammenbinde schmerzen mir die Handgelenke. Tanja näht wie ein fleißiger Schneidermeister den Rest des Segeltuches an die Sattelpolster und als sie damit fertig ist repariert sie anderer Kleinigkeiten die auf den letzten zwei Etappen ihr Zeitliches gesegnet haben. Auch geht sie jeden Spätnachmittag los, um unsere sechs Jungs zu suchen und ins Camp zu treiben. Seitdem Sebastian, Hardie, Jafar, Istan, Edgar und Jasper wieder direkt neben unserem Lager an Büschen und Bäumen angebunden sind schlafen wir viel beruhigter. Somit wissen wir dass es ihnen gut geht und sie sich nicht aus Versehen in einem Zaun verfangen.

„Wir sollten Edgars Sattel mal ausprobieren,“ meine ich abends als die Tiere friedlich wiederkäuend im Camp sitzen. „Meinst du er könnte nicht passen?“ ,fragt Tanja. „Möglicherweise. Da er auf der letzten Etappe ständig nach unten gerutscht ist habe ich den Abstandhalter in der Mitte wesentlich verkleinert. Wäre unangenehm, wenn wir am Tag unseres Aufbruches feststellen, dass er nicht passt,“ entgegne ich worauf wir das schwere Ding zu Edgar tragen. „Ruhig mein Lieber. Wir versuchen nur schnell ob dir dein Sattel nicht zu eng ist,“ beruhigt ihn Tanja. Wir lassen ihn nieder huschen, binden ihn aus Sicherheitsgründen die Vorder- und Hinterfüße zusammen und heben das ca. 50 Kilogramm schwere Gebilde auf seinen Rücken. Als sich der Afgahnpacksattel über seinen Höcker legt, bekommt er große Augen und reißt seinen Kopf nach hinten. Damit der Sattel in die richtige Position rutscht hängen wir uns kurz von beiden Seiten dran. „Hm, meinst du er sitzt zu hoch?“ ,frage ich etwas skeptisch. „Keine Ahnung. Wenn er Bocksprünge macht und runterfällt, bestimmt.“ „Ich denke er wird noch während des ersten Lauftages mindestens 10 Zentimeter nach unten rutschen. Wenn nicht baue ich ihn noch mal um,“ antworte ich und wir heben ihm das große Ding wieder vom Rücken.

Während der Woche besuchen uns Hennie, Bill und Joop. Am Lagerfeuer lauschen wir den Geschichten ihres aufregenden Lebens. Vor allem als Hennie über ihre Kindheit in einem Konzentrationslager in Indonesien berichtet wird uns wieder bewusst welch eine Gnade es ist so ein freies Abenteuerleben führen zu dürfen wie wir es im Augenblick tun.

Wir freuen uns über Kommentare!

Tag: 31-33 Etappe Drei

Sonnenaufgang:
07:24

Sonnenuntergang:
18:08

Temperatur - Tag (Maximum):
25 Grad / Nachts minus 3 Grad

Breitengrad:
22°54’44.5’’

Längengrad:
131°20’04.3’’