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Umzug nach Babbler Bore wird ernst.

New Haven-Camp — 09.06.2002

Endlich wird unser Umzug nach Babbler Bore ernst. Alex fährt den Kleinlastwagen vor den Atco damit wir unsere Sättel und Ausrüstung auf die Ladefläche heben können. „Wann wollt ihr morgen aufbrechen?“ ,fragt er. „Gegen Mittag schaffen wir es,“ antworte ich. „Es wäre gut, wenn wir schon um 9 Uhr fahren können. Wir müssen noch den Zaun reparieren. Ihr wisst schon, die Einzäunung des kleinen Geheges bei der Wasserstelle ist niedergerissen.“ „Okay, wir geben unser bestes,“ sage ich und eile davon, um mit Tanja den Rest der Ausrüstung aus dem Wohncontainer zu schleppen.

Zwei Stunden später haben wir sieben Sättel, zwei zweihundert Literfässer mit Wasser für den Babbler Bore Aufenthalt und einen Großteil unserer gesamten Habe auf den Lastwagen verstaut. „Ich weiß nicht wie wir das alles auf die Kamelrücken bringen wollen?“ ,sage ich grübelnd auf den riesigen Haufen schauend. „Vergiss nicht, dass die Sättel einen Großteil des Platzes in Anspruch nehmen,“ beruhigt mich Tanja. „Hm, trotzdem, wenn ich daran denke diesen gewaltigen Berg jeden Tag laden und abladen zu müssen wird mir ganz schlecht.

“Es ist bereits dunkel als ich für lange Zeit die letzte Gelegenheit nutze, um von einem Festanschluss anzurufen. Erst telefoniere ich mit Tom, um ihm zu sagen das wir morgen aufbrechen werden. „Wann ist für euch die beste Zeit, um den Funkkontakt aufzunehmen?“ frage ich. „Wir haben jeden Tag um 12:00 Uhr mit Cowboy John Kontakt. Es wäre gut, wenn du um diese Stunde euer Funkgerät einschaltest.“ „Das ist bei uns 13 Uhr 30. Ja, wenn wir zu dieser Zeit nicht gerade unsere Kamele fangen gehe ich auf empfang. Welche Frequenz nutzen wir?“ „Während des Tages ist die hohe Frequenz die wir auch auf eurer letzten Etappe hatten die beste,“ antwortet Tom, worauf wir vereinbaren alles weitere über Funk zu besprechen. Dann habe ich Cowboy John an der Strippe. Ich möchte wissen ob er in der Lage ist sechs 32 Kilogramm schwere Essensäcke in seinen Jeep zu laden. „No worrys Mate (Kein Problem Freund). Was ich nicht ins Auto bringe kann ich in den Anhänger laden.“ „Wann wirst du den Eighty Mile Beach verlassen und nach Queensland fahren? Wir müssen es ungefähr wissen damit wir genügend Lebensmittel mitnehmen.“ „Keine Ahnung Mate. Wahrscheinlich Ende August oder irgendwann im September. Ich trainiere hier im Augenblick die Pferde und wie du weißt ist es bei Tieren nie genau einzuschätzen wann das Training abgeschlossen ist.“ „Verstehe Mate. Wir nehmen also besser einen Essenssack mehr mit als geplant. Tom hat gesagt du bist mit ihm bald jeden Tag in Funkkontakt. Ich werde versuchen zum gleichen Zeitpunkt mit euch in Verbindung zu treten. Es wäre gut wenn du Alex kurz vor deinem Kommen anrufst. Er kann dir unsere Lebensmittelsäcke nach Alice Spring bringen oder du hast auch die Möglichkeit dir hier den Vogelpark anzusehen.“ „No worrys Mate. Es nimmt alles seinen Gang. Mach dir keine Gedanken. Ich wünsche euch einen guten Expeditionsbeginn und vor allem keine Schwierigkeiten beim Fang eurer Jungs.“ „Danke. Bis bald. Melde mich wie gesagt über Funk und gebe unsere jeweilige Position durch. Pass auf dich auf,“ beende ich das Telefonat und gehe gut gelaunt zum Camp zurück.

Im Atco genieße ich dann für höchstwahrscheinlich viele Monate die letzte Dusche. Es ist 22:00 Uhr als ich mich in unser Zelt verkrieche. Tanja hat es wie immer geschafft sich schon lange vor mir in ihrem kuscheligen Schlafsack einzumümmeln. Schnell schließe ich den Reißverschluss und bevor ich mich in das Land der Träume verziehe lausche ich dem Heulen der Dingos und beobachte den funkelnden Sternenhimmel.

Wir freuen uns über Kommentare!

Tag: 24 Etappe Drei

Sonnenaufgang:
07:21

Sonnenuntergang:
18:06

Temperatur - Tag (Maximum):
29 Grad / nachts minus 2 Grad

Breitengrad:
22°43’24.2’’

Längengrad:
131°10’00.0’’