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Hautkrebs?

Hulongine-Camp — 30.05.2000

Um 10 Uhr 40 geht es weiter. Mit der letzten möglichen Verbindung über das Mobilnetz versuche ich zum wiederholten Male den Hautspezialisten anzurufen. Vor etwa zwei Monaten habe ich einen eigenartigen Punkt auf meinem linken Nasenflügel entdeckt. Noch vor Beginn der Expedition ist diese Stelle zweimal vereist worden. “Wenn es jetzt wieder kommt sollten sie einen Spezialisten aufsuchen,” sagte der Arzt. Als ich daraufhin fragte ob das kleine Ding Hautkrebs sein kann antwortet er: „Das ist nie auszuschließen!“

Ich stehe jetzt bei starken Wind hinter dem schützenden Stamm eines mächtigen Baumes, um die Arzthelferin besser verstehen zu können. “Ja, höchstwahrscheinlich erreichen wir morgen Goomalling. Dort leben Freunde von uns und ich habe die Möglichkeit mit unserem Auto das dort untergebracht ist zu ihnen nach Perth zu kommen!” Plärre ich in das Telefon, um die Windgeräusche zu übertönen. Plötzlich reißt die Verbindung wieder ab. Fluchend wähle ich noch mal um die Terminvereinbarung zu bestätigen. Als der Termin gesichert ist bin ich erleichtert. Ich denke an Claudia und Angelika die mir bei ihren letzten Besuch diesen Kontakt verschafft haben. Normalerweise ist so etwas nicht einfach und es bestehen Wartezeiten bis zu 6 Wochen. Etwas zuversichtlicher schreite ich jetzt wieder der Karawane voran. Abends erreichen wir den Lagerplatz 8. Starker unangenehm kalter Wind bläst dunkle Wolken über das Firmament.

Bevor wir zu Bett gehen verabreichen wir Jafar ein entzündungshemmendes Mittel. Tanja streut es nach Jo’s Anweisungen auf ein Butterbrot und steckt es Jafar ins Maul. Es scheint ihm gut zu schmecken, denn er möchte mehr davon. “Es wird ihm helfen,” meint Jo lächelnd und tätschelt ihm den Hals. Absolut geschafft gehen wir schon bald danach zu Bett. In dieser Nacht regnet es das erste Mal.

Tag: 19

Sonnenaufgang:
07:02

Sonnenuntergang:
17:18

Luftlinie:
14,9

Tageskilometer:
17

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