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Sieben Wochen schneller als auf Etappe Eins

Moray Downs-Camp — 11.12.2002

Auf der anderen Seite des Great Dividing Ranch verlassen wir das Land der Giftpflanzen und sind glücklich somit eine weitere Herausforderung des Outback ohne schlimme Konsequenzen gemeistert zu haben. Gesund und munter folgen uns Sebastian, Hardie, Jafar, Istan, Edgar und Jasper. Bald zwei Jahre hat der Desert Poison Bush das Leben unserer Boys bedroht und uns in Atem gehalten. Jetzt gehört dieses giftige Gewächs der Vergangenheit an. Was für ein Gefühl der Befreiung. Beschwingt und munter folgen wir dem Track der uns durch Lamboda Station führt. Die Temperaturen sind heute geradezu ideal. Der schreckliche Wind von gestern hat anscheinend das Tiefdruckgebiet vertrieben. Eine erfrischende Brise weht uns in den Rücken. Wir begegnen einigen Stationarbeitern mit denen wir ein paar freundliche Worte wechseln und setzen mit kurzen Unterbrechungen unseren Marsch fort.

„Seit unserem Aufbruch von New Haven haben wir 2244 Kilometer zurückgelegt,“ sage ich unvermittelt. „Was? Dann hatten wir heute vor zwei Jahren unser erstes Etappenziel erreicht?“ ,fragt Tanja. „Nein, wir sind zwei Tage schneller. Wir erreichten Anna Plains Station am 13.12.00. Wir sind allerdings damals schon am 12. Mai aufgebrochen und von New Haven erst am 22. Juni.“ „Das bedeutet ja das wir sieben Wochen weniger benötigten, um die gleiche Strecke zurückzulegen?“ „Ja. Wir sind entschieden schneller geworden. Da diese Etappe allerdings um einiges weiter ist beginne ich zu bezweifeln ob wir unser Expeditionsziel noch dieses Jahr erreichen.“ „Wann kamen wir denn eigentlich auf New Haven an? Waren wir zu diesem Datum nicht schon längst in Alice Springs?“ „Nach meinen Logbuchaufzeichnungen hast du recht. Wir erreichten New Haven am 27.11.01. und genossen heute vor einem Jahr bereits den fantastischen Sonnenuntergang am Ayers Rock.“ „Ah, da wäre ich jetzt auch gern. Aber noch lieber wäre ich jetzt an irgend einem schönen Strand. Ich kann mir so richtig vorstellen mich in einer Hängematte liegend von all den Strapazen auszuruhen.“ „Oh ja, das ist eine fantastische Vorstellung. Ich glaube ich würde mich für mindestens zwei Wochen keinen Meter bewegen. Nur schlafen, gute Cocktails genießen und von Zeit zu Zeit meinen geplagten Körper vom Meerwasser umspülen zu lassen,“ antworte ich mich nach einen Campplatz umsehend.

Wir freuen uns über Kommentare!

Tag: 209 Etappe Drei / Expeditionstage gesamt 600

Sonnenaufgang:
05:23

 

Sonnenuntergang:
18:50

 

Luftlinie:
22,9

 

Tageskilometer:
30

 

Gesamtkilometer:
6166 km

 

Temperatur - Tag (Maximum):
38° Grad, Sonne ca. 58°

 

Temperatur - Nacht:
11,1° Grad

 

Breitengrad:
21°57’11.9“

 

Längengrad:
146°31’52.4“