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Tage auf Marion Downs Station

Marion Downs-Camp — 10.09.2002 - 21.09.2002

Wie immer, wenn es einem gefällt vergehen die Tage viel zu schnell. Trotz der vielen Arbeit genießen wir die außergewöhnliche Gastfreundschaft auf Marion Downs und fühlen uns behandelt als würden wir dazugehören. Jeden Tag nehmen wir die Mahlzeiten zusammen ein. Wir dürfen den Computer im Büro benutzen, Telefonate führen und haben so auch endlich mal wieder den Einblick in unsere Webseite.

Tanja und ich nutzen hiermit gleich die Gelegenheit und möchten uns recht herzlich für die vielen Zuschriften bedanken. Vor allem dafür, dass wir während das tragischen 01.09.02 nicht alleine waren. Vielen Dank an alle die mit uns gebibbert haben und uns gute Wünsche sendeten.

Ich sitze bald jeden Tag an meinem Laptop, um die immense Fülle unserer Erlebnisse in Worte zu fassen. Unseren Jungs geht es gut. Sie können sich jeden Tag die Bäuche voll schlagen. Tip Truck kommt uns oft besuchen. Er frisst das Gras im Vorgarten. Rufus möchte ihn zwar gerne verjagen aber wir schimpfen ihn jedes Mal.

Dadurch, dass Rufus sich so heldenhaft verhalten hat und Tanja rettete, hat er sich ein Flugticket nach Deutschland verdient. Meine Eltern hatten ihn im Laufe der Jahre sowieso ins Herz geschlossen aber jetzt gehört er voll und ganz zur Familie. Wer weiß, vielleicht nehmen wie ihn ja auf unseren nächsten Trip nach Australien mit. Warum sollte er nicht mit uns durch Russland radeln?

Neben vielen anderen Arbeiten kümmere ich mich auch um die Verlängerung unserer Waffelizenz. Die Nachschubsituation ist geregelt. Leanne und Robert werden uns in ca. vier bis sechs Wochen besuchen und den Rest der Lebensmittel bringen die Cowboy John vor ein paar Wochen hier zur Station gebracht hat.

Das Wetter verhält sich eigenartig. Erst ist es schrecklich heiß. Ein Sandsturm bläst Staub und Sand in jede Ritze unseres Haus. Der Luftdruck ist zum zerreißen, bis es nachts plötzlich regnet. Obwohl die Wolken nur sehr sparsam mit ihrem Wasser umgehen, sind die Blätter der Bäume wieder grün. Natürlich nicht weil die Bäume genügend Wasser bekommen haben, sondern weil der Staub abgewaschen wurde. Robert sagt: „Der Regen ist für die Natur nicht zu spüren. Dafür benötigen wir anhaltende Schauer über mehrer Wochen.“

Tanja ist wie ich die ganze Zeit beschäftigt. Sie sortiert Lebensmittel für die nächsten sechs Wochen, näht zerrissene Hosen, Hemden und die Schlafdecke von Rufus. Sie säubert die Küchenboxen, Taschen und Beutel. Sortiert Ausrüstung um und vieles mehr.

Wir freuen uns über Kommentare!

Tag: 117-128 Etappe Drei / Expeditionstage gesamt 508-519

Sonnenaufgang:
06:43-06:32

Sonnenuntergang:
18:37

Temperatur - Tag (Maximum):
29-39° Grad, in der Sonne ca. 35-60° Grad

Temperatur - Nacht:
20-25° Grad

Breitengrad:
23°21’57.7’’

Längengrad:
139°39’17.9’’