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Schnee und Eis verabschieden sich

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Am Morgen ist unsere Terra Love noch immer das einzige Fahrzeug auf dem großen Parkplatz. Wegen der Pandemie darf man hier offensichtlich nicht Skifahren. „Warum sie dann die ganze Nacht die Pisten präpariert haben?“, wundere ich mich. „Vielleicht rechnen sie damit das die Behörden wieder Entwarnung geben“, vermutet Tanja. „Kann schon sein, dass sie für eine Lockerung der Coronabestimmungen bereit sein wollen, jedoch ist es für die Betreiber der Liftanlage sicherlich ein hohes finanzielles Risiko ihre Anlage in Schuss zu halten.“ „Ganz bestimmt vor allem kann ich mir gut vorstellen, dass dieses Jahr kaum noch einer der Touristen nach Norwegen kommt, um Ski zu fahren“, folgert Tanja. „Wie weit ist es eigentlich noch bis Kristiansand?“, fragt sie. „Du meinst bis zur Fähre?“ „Ja.“ „Ca. 800 km. Wenn wir uns Zeit lassen und alles gut läuft, sind wir in spätestens vier Tagen auf dem Weg nach Dänemark.“ „In vier Tagen schon? Jetzt vergeht die Zeit doch schneller als ich dachte.“ „Würdest du auch gerne noch länger bleiben?“, frage ich. „Natürlich würde ich gerne noch bleiben, aber ich freue mich auch darauf meinen Vater und Deine Mutter zu sehen. Vor uns liegen noch viele Abenteuer, deswegen ist es für mich okay jetzt nach Hause zu fahren.“ „Also auf zur Fähre“, rufe ich und stecke den Schlüssel ins Zündschloss. Im Schritttempo verlassen wir den spiegelglatten Parkplatz und folgen einer kaum befahrenen stark verschneiten Gebirgsstraße in Richtung Süden. „Jetzt kann die Terra noch mal richtig zeigen was sie draufhat“, sage ich unser Expeditionsgefährt durch teils tiefen Schnee steuernd. Nach etwa drei Stunden atemberaubender Winterfahrt verlassen wir die zugeschneite Piste, schrauben uns über Serpentinen ins Tal und folgen der E6 in Richtung Süden.

Durch unsere südlichere Lage geht die Sonne in dieser Region erst um 15:06 Uhr unter, während oben im Norden seit einigen Wochen die allumfassende Dunkelheit herrscht. Als wir eine Stunde später die Stadt Lillehammer, die durch die olympischen Spiele von 1994 weltbekannt wurde erreichen, ist es auch hier dunkel. Wir cruisen eine halbe Stunde durch die Stadt und suchen eine geeignete Zufahrt zum See Mjösa der mit seinen 117 km Länge und der unglaublichen Tiefe von 440 Metern der größte See Norwegens ist. „Dort zweigt die Straße ab!“, dirigiert mich Tanja auf ein vereistes, unbefestigtes Nebensträßchen an dessen Ende wir wie so oft einen fantastischen Platz für die Nacht finden...

Datum:
06.12.2020

Tag: 126

Land:
Norwegen

Ort:
Lillehammer

Kilometer:
340 km

Gesamtkilometer:
9740 km

Bodenbeschaffenheit:
Asphalt

Brückenüberquerungen:
20

Tunneldurchfahrten:
3

Sonnenaufgang:
09:10 Uhr

Sonnenuntergang:
15:06 Uhr

Temperatur Tag max:
+ 4°

Temperatur min:
- 9°

Wind
40 km/h

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